Tourtagebuch TFF Rudolstadt, 03. bis 05. Juli 2009

Aufgrund der vielen Ereignisse schreibe ich diesen Eintrag in autorenfreundlicher Stichwortform:
Uwes alter VW Bus - Lunch Paket von Elke, danke! - gleich in den Stau am Weinsberger Kreuz - überall Baustelle auf Thüringens Landstraßen - Navi findet Rudolstadt dann trotzdem noch - Ausweichcampingplatz - Chill out? Eher nicht, --> stellt sich später raus ;-) - Nachbarn aus Sachsen - Jürgen spielt gleich Ständchen - Rundgang, Park, Innenstadt, tausende Leute! - Tanzzelt - schwule Schuhplattler, was es nicht alles gibt - keine Kippenautomaten in Thüringen? - doch, in der Fußgängerzone - draußen den Schlafsack ausgebreitet - die anderen kommen und feiern -Blues CDs - Nachbarin beschwert sich, schönes Nachthemd ;-) - Nachbarin beschwert sich nochmal - Frühstück - Kassiererin überfordert, Koch gereizt - ist doch gar nicht viel los? - das immergleiche Festivalproblem: Dusche, Klo - heute erster Auftritt - irgendwo außerhalb - kann da viel los sein? - Wagen gepackt - Ankunft am venue - viel zu früh! - Plan nicht gelesen - typisch Gutmann+Schmolz - super Garten mit mehreren Kaskaden - über 200 Leute! - Fleadh spielen - Saoirse begrüßt - Aufbau - Chaos - Mikroständer vergessen- typisch Gutmann+Schmolz - Saoirse leiht uns 2 - Super Auftritt - Bundesligakegelmannschaft mach Stimmung! - Nachbarn auch da - CDs, CDs, CDs - Radler auf dem Marktplatz - Ines und Tino getroffen - völlig verschwitzt (wir, nicht Ines und Tino) - erstmal heim duschen - noch`n Bier vom Dönermann - das wirft uns um - und den Wagen - Wasser eiskalt - zurück zu Ines - Essen - Spiegelei? Wir wollten Schnitzel! - der Hasenmann - hoch auf die Burg - Lucinda Williams - heim schlafen - geht nicht, Vollmond - Nachbarin mit schönem Nachthemd hat Brief geschrieben, will Ruhe - hat den noch jemand? - würde ich gern einscannen - Pirat - neuer Tag - noch wärmer? - zweiter Auftritt auf dem Schulhof - Mist, voll in der Sonne - Gott sei dank, Schirm gekriegt - wieder gut besucht - Abschied - Heimfahrt - schön war`s

Tourtagebuch Ruegen, Inselkuenstler Festival, 18.bis 2o.Mai 2012, Prora

Nach längerer Pause schreibe ich nun also wieder einen Reisebericht. Nachdem wir die Zusage für das Festival erhalten hatten, waren noch einige Fragen zu beantworten und Dinge zu klären: wollen wir da hin, haben wir da Zeit, wer fährt, wer fährt mit, was müssen wir einpacken, Streckenplanung...
Klar, zum Glück ja, ich, Elke, Gitarren und Klamotten, macht das Navi.
Dann kam uns die Idee, einen Zwischenstop einzulegen, da wir die knapp 1000km nicht unbedingt am Stück fahren wollten. Also suchten wir nach Orten, die auf dem Weg liegen und uns einen Besuch wert schienen, stießen auf Weimar und buchten eine Übernachtung in einem der zwei (oder drei?) dortigen Hostels (http://www.weimar-hostel.com/de/index.html). Randvollgepackt ging es am Mittwoch Nachmittag los, mit der Befürchtung, halb Deutschland auf der Straße zu begegnen, da der Folgetag ein Feiertag war und viele den Freitag freigenommen hatten. Nach einem größeren Stau in und um Würzburg wurde es dann in Thüringen ein wenig dramatisch (na ja, nicht so richtig): 10 km vor Suhl war eine Baustelle und nur eine Fahrspur offen, und die Tankanzeige sprang von 2 auf Null. Wir hatten einen Tunnel vorher noch gespaßt, wie viele Freunde man sich wohl machen würde, wenn die Karre genau dort liegen bleiben würde und sahen 45min, 2 Tunnels und 8km später dieser Gefahr direkt ins Auge! Aber an dieser Stelle vielleicht einmal ein Lob an meinen Autohersteller: die Tankanzeige scheint im nicht sichtbaren Bereich noch weiter zu gehen, vermutlich hinter der unteren Leiste des Tachometers. Jedenfalls waren noch 2 Liter im Tank, als wir ohne Radio, Licht und Klimaanlage auf der Suhler Tankstelle einrollten (die wir auf der Rückreise unter ähnlichen Umständen wieder anfahren mussten, reiner Zufall.)
Dann irgendwann abends endlich Weimar. Zuverlässig, aber letztendlich doch nur seine Pflicht erfüllend lotste uns das Navi (gon, auch dieser Hersteller sei hiermit gelobt) zum Goetheplatz.
Für den Donnerstag hatten wir uns eine Stadtführung vorgenommen, und von 10 bis 12 ging es dann zu Fuß durch Weimar. Marktplatz, Platz der Demokratie, Shakespeare Denkmal, Liszt Haus, Friedhof, Frauenplan, Schillerstraße, an die Route erinnere ich mich noch. Dann hieß es aber schon wieder: Autobahn, denn wir mussten ja heute noch knappe 600km bis Prora zurücklegen.
Gegen 18 Uhr erreichten wir dann Stralsund und parkten das Auto an der Stadtmauer, um einen letzten Zwischenstop einzulegen. Eine tolle Stadt. Am Hafen lag die Gorch Fock, und ich stelle fest, es war wohl die Gorch Fock I, während es sich bei dem durch den Unglücksfall in die Schlagzeilen geratenen Schiff um die Gorch Fock II handelte. So, wäre das auch geklärt. Weiter ging es über die große Brücke nach Rügen.
Über die Geschichte von Prora kann sich jeder bei Wikipedia informieren. Jetzt ist dort jedenfalls eine größere Jugendherberge ansässig, die aber nur einen kleinen Teil der Anlage belegt. Alles sehr schön und neu, mit großer Wiese für die Camper vorne und dahinter gleich die Düne und das Meer. Jugendherbergen sind ja allgemein wunderbare Treffpunkte für Familien und vor allem Kinder, und man macht schon die ersten Bekanntschaften in den Mehrbettzimmern mit den berühmten Stockbetten. Ich jedenfalls weiss jetzt: nächstes Mal wird gecampt! Igluzelte haben in meiner Wohlfühlwertung sicherlich 2 Sterne mehr. Denn: man hat Hausrecht und muss sich nicht von Berliner Schwabenhassern das Geblubbere über unsere Schuld an den furchtbar hohen Immoblilienpreisen anhören. Jedenfalls, wenn ich rausfinde, wo der wohnt, kauf' ich die Bude. Friedrichshain gehört mir ja schon.
Die anderen Kollegen waren recht nett.

Tourtagebuch Buskers Ferrara, 28. bis 30. August 2008

Ferrara, wo liegt das eigentlich? Die Frage sollten wir uns nicht nur unmittelbar nach der doch etwas überraschenden Zusage vom Veranstalter stellen.
Also kurzfristig Urlaub eingereicht, am Tag vor der Abfahrt den Leiterwagen mit Klettband prepariert, damit die Kisten nicht runterrutschen. Dann noch die Autobatterie geladen, denn ohne Strom auf der Straße spielen? Das geht nicht.
Abfahrt dann am Donnerstag. Ohne Navi, Druckerpatrone leer, also nur ein paar Orte und Kreuzungen vom Routenplaner abgeschrieben und los. Im Nachhinein glaube ich: das Navigationsgerät wurde in Italien erfunden, oder zumindest für Italien. Bis zum Brenner lief`s problemlos, mal abgesehen von dem Radler vor uns auf dem Fernpass. Aber dann: die Schilder mit den Straßenbezeichnungen waren unauffindbar. Oder wenn es sie gab, dann mehrfach, in alle vier Himmelsrichtungen zeigend. Lesson learmed #1: fahre immer Autobahn, koste es, was es wolle. Achte dabei immer auf die Leitplanke. Oft sitzt ein Polizist mit Lasermessgerät dahinter.
Dann endlich da: eine tolle Stadt! Schaut euch die Bildergalerie an, leider kommt nicht ganz rr&auuml;ber, wieviel los war in den Gassen. Alle 20 Meter eine Gruppe. überall Zuschauer, Stände, Gruppen. Wir treffen Huub Dutch. Der singt sogar auf italienisch! Wohnt auch im gleichen Hotel, ist mit der ganzen Familie da. Dann war da noch die Rastafrau (die von den Plakaten), die an der Kathedrale gespielt hat. Schön mit Kerzen. Sie spielt eine super Version von Halleluja, hab ich mitgefilmt. Stell ich aber lieber nicht ins Netz, wegen der GEMA. Und dann war da noch der Typ, der seinen Flägel an ein Motorrad montiert hat und spielend durch die Gassen gefahren wird. Unglaublich.
Zweiter Tag: heute treten wir auch auf! Im Künstlerbüro gibt es nur einen kleinen Zettel mit einer Adresse, das ist der Spielort. Wo sollen wir aufbauen? Da ist nirgendwo eine Markierung. Sonst gab es immer einen Schirm oder ein Schild. Wir bauen irgendwo auf und holen uns Strom aus der Autobatterie. Planung ist alles! Dann der Auftritt. Viele bleiben stehen, gehen dann aber auch weiter. Klar, auf dem großen Platz spielt sich viel mehr ab.
Dritter Tag: heute geht es erstmal an den Strand. Ist 50km weg, aber das ist es wert. Schön im Schatten auf einer Liege gelegen. So lässt es sich aushalten. Abends der nächste Auftritt. Weiß nicht mehr genau, ich glaube gegenüber eines Ein-Euro Ladens. Einmal war richtig viel los, da habe ich dann Bilder gemacht von den Zuschauern. Siehe Galerie.Wenn man selber spielt, sieht man die anderen Künstler natürlich nicht.
Schon wieder der letzte Tag. Wir spielen neben einer Rockband! Wir hören uns nicht, so macht es keinen Spaß! Abbruch, Feierabend. Auf zum Abschlusskonzert in einem tollen Innenhof. Mit Säulengang, typisch italienisch. Erst `ne Band mit Gitarrist und Geigerin. Sehr interessant. Dann eine fernöstliche Band, aus Thailand? Drei, vier Musikerinnen mit seltsamen Instrumenten, und zwei Akrobatinnen. Die eine stand noch kurz vorher vor uns, mit unglaublichem V-Kreuz. Dann der Höhepunkt: eine Tangoband aus Spanien. Vier Jungs, 2 Gitarristen. Violentango. Wie soll man die beschreiben: unglaublich virtuos. Dream Theater auf Konzertgitarre. Gibt es leider nicht auf Amazon, muss ich haben.
Am nächsten Tag geht`s wieder heim. Kurzer Abstecher an den Gardasee. Bardolino. Der Platz ist berühmt, jede zweitklassige Schlagerkombo dreht da ihre Videos.
Fazit: immer wieder gerne, war toll, vielleicht 2010? (Friday 28nd to Sunday 30th: two daily shows from 18.00 to 19.30 and from 21.30 to 23.45. On Sunday one show from 17.00 to 20.00)